Beteiligung zum Entwicklungskonzept Große-Leege-Straße und Umgebung
Informationen zum Vorhaben
Auch im Jahr 2025 nimmt der Bedarf an vielfältig nutzbaren, wohnortnahen Grün- und Freiflächen zu, während gleichzeitig die verfügbaren Flächen begrenzt sind. Aus diesem Grund braucht es neue Ideen und kreative Ansätze, um auch bislang untypische Flächen – wie Teile des öffentlichen Straßenraums – stärker in den Blick zu nehmen. Denn auch diese Räume können durch eine gezielte Einbindung, Umgestaltung und Aufwertung zu lebendigen, grünen Aufenthaltsorten für alle werden.
Das Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg hat die Große-Leege-Straße und Umgebung als ein Gebiet mit besonderem Entwicklungspotenzial für Stadtgrün und Aufenthaltsqualität identifiziert. Das Entwicklungskonzept Große-Leege-Straße fußt auf einer datenbasierten Analyse des Umwelt- und Naturschutzamtes und wird im Rahmen einer durch den Doppelhaushalt 2024/2025 finanzierten und von der Bezirksverordnetenversammlung beschlossenen Machbarkeitsstudie erarbeitet. Ziel ist es, die Grünflächen und den Straßenraum langfristig klimaresilienter, grüner und nutzerfreundlicher zu gestalten.
Vor diesem Hintergrund wird ein Entwicklungskonzept durch das Planungsbüro, studio polymorph Landschaftsarchitekten, erarbeitet. Ziel ist, die Schaffung attraktiver Aufenthaltsbereiche, die Aufwertung und Vernetzung des Straßenraums sowie die Wiederherstellung des Promenadencharakters. Dabei sollen drei zentrale Schwerpunktthemen berücksichtigt werden: (1) Stadtklima, (2) Biodiversität und (3) Erholungsnutzung.
Gebaut wird erst, wenn die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung stehen. Im Haushalt 2026/2027 sind keine Mittel für eine bauliche Umsetzung enthalten. Die weitere Planung, Entwicklung und Realisierung hängen von der Akquise und Bewilligung von Fördermitteln bzw. von zukünftigen bezirklichen Mitteln ab, worüber die Bezirksverordnetenversammlung entscheidet. Ein Baubeginn ist daher frühestens nach der Sicherstellung der Finanzierung denkbar.
Um die bisherigen Ideen und Entwürfe vorzustellen, gab es am 13. Oktober 2025 eine Diskussionsveranstaltung.
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Beteiligungsveranstaltung am 13. Oktober 2025
Die Diskussionsveranstaltung am 13.Oktober 2025 bildete den Auftakt der Öffentlichkeitsbeteiligung. Alle Anwohnen und Interessierten wurden zwei Wochen vorher per Postkarte, Plakaten und Pressemitteillung eingeladen.
Ziel der Veranstaltung war es drei unterschiedliche Entwicklungsvarianten zu präsentieren. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollten die Varianten an Thementischen diskutiert werden.
Zu Beginn der Veranstaltung gab es einen Input durch das Planungsbüro, wo bereits Verständnisfragen gestellt werden konnten. Anschließend ging es in die Gruppenarbeiten. An jedem Tisch konnte eine Variante gemeinsam mit Mitarbeitenden des Umwelt- und Naturschutzamtes und des Planungsbüros diskutiert werden. Dabei hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Anregungen, Bedürfnisse und Ideen für den Kiez beizutragen.
Für die Veranstaltung übernahm die LAB organisatorischen Aufgaben wie die Raum- und Moderationsbuchung, Öffentlichkeitsaufgaben wie Flyererstellung und Übernahme der Druckkosten und entwickelt anhand eines Beteiligungskonzeptes den Rahmen für die gesamte Veranstaltung.
Im Anschluss an die Veranstaltung wurde die Online-Beteiligung auf mein.berlin.de freigeschaltet.
Online-Beteiligung auf mein.berlin.de
Bei der Online-Beteiligung haben Sie zwei Möglichkeiten, sich einzubringen.
Brainstorming mit Karte
Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Anregungen, Bedürfnisse und Ideen innerhalb einer vorgezeichneten Karten zu hinterlegen. Hierzu zoomen Sie innerhalb der Karte in das vorgezeichnete Gebiet. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, mithilfe der Maus auf den Ort zu klicken, für den Sie einen Kommentar hinterlassen möchten. Dort können Sie beispielsweise folgende Kommentare hinterlassen: "Hier wünsche ich mir mehr Sitzbänke" oder "Ich würde mich über ein Vogelhaus entlang der Kreuzung freuen".
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Die vorgestellten Entwicklungsvarianten vom 13.10.2025 diskutieren
Hier werden Ihnen die bisherigen Ideen und Entwürfe vorgestellt, die das beauftragte Planungsbüro studio polymorph Landschaftsarchitekten, entwickelt hat. Sie haben die Möglichkeit, die drei unterschiedlichen Entwicklungsvarianten zu diskutieren und uns Ihre Anregungen, Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen.
Dabei wird darum gebeten ein kurzes Feedback zu den Varianten zu geben. Schreiben Sie gerne jeweils einen kurzen Satz dazu, was Ihnen besonders gut gefällt oder, was aus Ihrer Sicht noch verbessert werden könnte.
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Die Online-Beteiligung endet am 27. Oktober 2025 um 23:59
Beteiligungsveranstaltung am 02. Dezember 2025
Am Dienstag, 2. Dezember 2025, luden Lichtenbergs Bezirksstadträtin Filiz Keküllüoğlu, die Lichtenberger Anlaufstelle für Bürgerbeteiligung (LAB) und das Umwelt- und Naturschutzamt alle Anwohnenden zur zweiten öffentlichen Info-Veranstaltung zum Entwicklungskonzept Große-Leege-Straße ein. Die Veranstaltung fand von 18 bis 20 Uhr im Equippers Berlin in der Landsberger Allee 225 in 13055 Berlin statt. Circa 350 Interessierte nahmen teil.
Im Mittelpunkt des Abends stand die neue, vierte Variante des Konzepts für die Große-Leege-Straße, die erstmals in dieser Form vorgestellt wurde. Das vom Umwelt- und Naturschutzamt Berlin-Lichtenberg gemeinsam mit dem Planungsbüro studio polymorph Landschaftsarchitekten entwickelte Konzept greift zahlreiche der bisher eingebrachten Anregungen aus der Nachbarschaft auf. So sieht die Variante deutlich mehr Grün und zusätzliche Baumbeschattung vor, um der ausgeprägten Hitzebelastung im Quartier entgegenzuwirken. Parkplätze entfallen nicht; zudem sind barrierefreie, sichere und gut begehbare Wege, eine höhere Aufenthaltsqualität - mit dem Ziel, Grünraum, Klimaresilienz und die Bedürfnisse der Anwohnenden miteinander zu verbinden.
Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, alle Details der neuen Variante kennenzulernen — von der Anordnung der Grünflächen über Sitzbereiche und schattenspendende Bäume bis hin zur Organisation der Stellplätze und der Wegeführung. Außerdem informierte das Umwelt- und Naturschutzamt über die Datengrundlage der Planungen: Die Große-Leege-Straße wurde als besonders hitze- und versiegelungsbelasteter Abschnitt identifiziert und entsprechend analysiert, wodurch ein Handlungsbedarf zur Verbesserung der Lebensqualität und Klimaresilienz besteht. Anwohnende konnten Fragen stellen, Rückmeldungen geben und damit den weiteren Prozess aktiv mitgestalten.
Wie geht es weiter?
Direkt umgesetzt werden kann der aktuelle Vorschlag jedoch noch nicht. Als nächster Schritt ist die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gefragt: Sie entscheidet darüber, ob die finanziellen Mittel für die weitere Planung und mögliche Umsetzung bereitgestellt werden. Erst nach einem entsprechenden Beschluss können konkrete Ausführungsplanungen beginnen. Das Bezirksamt wird die Öffentlichkeit auch im weiteren Verlauf über Entscheidungen, Zeitpläne und die nächsten Schritte informieren.












